Die rote Wand
Wir traten geschlossen als rote Wand an:
- Brett – Nicolas
- Brett – André
- Brett – René
- Brett – Ramon
Das frühe Aufstehen lohnte sich nicht. Unser erster Gegner sagte das Turnier kurzfristig ab. Dank der spielfreien ersten Runde kamen wir zu einem zusätzlichen Kaffee. Man würde meinen, wir wären danach wach gewesen. Doch unseren ersten tatsächlich gespielten Match – gegen Nimzowitsch, welches mit einem sportlichen bzw. schnellen Berner antrat – verloren wir, teils aufgrund noch schläfriger Züge.
Anschliessend lief es besser. Die restlichen Begegnungen der Gruppenphase gewannen wir allesamt. So kamen wir in das Gewinner-Tableau für die KO-Phase.
Die letzten beiden KO-Matches – die vier Spielenden einer Mannschaft traten jeweils einmal mit Weiss und einmal mit Schwarz gegen den gleichen Gegner an – waren die Sternstunde von André. Wir spielten zwei Mal 4:4, gewannen jedoch nach Tiebreak-Punkten, weil André am zweiten Brett durchpunktete.
Mit dem ersten Rang im Gewinner-Tableau waren wir direkt für die Finalspiele um die Ränge 1 bis 4 qualifiziert. Die nächsten beiden Runden mussten wir nicht spielen und konnten zuschauen, wie sich die anderen Mannschaften um die verbleibenden Plätze in den Finalspielen duellierten.
Im Halbfinal spielten wir gegen die jungen Winterthurer. Sie waren zwar nicht wild, liessen uns trotzdem alt aussehen. Etwas (mehr) Lebenserfahrung haben wir auch bereits.
Im letzten Match ging es für uns folglich nicht mehr um den Turniersieg, sondern um Rang 3. Es war psychologisch von Vorteil, dass wir das erste Duell gegen Cham bereits gewonnen hatten. Noch besser war es, dass wir das Hinspiel mit 3½ zu ½ gewannen. Im Rückspiel gingen die Bretter 2 und 3 verloren. Am Brett 4 sah es nach einem klaren Sieg aus, doch die Fahne auf der Uhr sah das anders. Wie in den früheren Begegnungen lieferte Nicolas gegen seine starken Widersacher genau dann, wenn es am meisten darauf ankam. Mit seinem Schwarzsieg avancierte er zum Matchwinner und sicherte Sursee den Podestplatz.
Sursee erspielte sich Schlussrang 3
Wir gratulieren Nimzowitsch und Winterthur herzlich zu den ersten beiden Plätzen. Wir danken allen Helfern des SC Seebach, insbesondere Felix und Marino, für die tadellose Organisation des grossartigen Turniers mit spannendem Modus. Die gesamte Schlussrangliste ist ihrem Bericht zu entnehmen.
Erfolge zu erreichen ist schön, Erfolge zu feiern ist schöner:
Das von der Chefin offerierte Podestplatz-Bier genossen wir während einem Zwischenstopp auf dem Heimweg im sympathischen Centro Español Zug
Wir traten geschlossen als rote Wand ab. Es war mir eine Freude und eine Ehre, mit euch in einem Team spielen zu dürfen.